Oder: Schau einfach selbst, ob wir eine Wellenlänge haben 😉

Das war soooo ein krasser Moment im Frühjahr 2021. Ich hatte eine Wahnsinns-Erkenntnis für mich selbst und konnte sagen: „Ja! Das bin ich!“ So ganz ohne Erklärung, ohne Rechtfertigung, einfach ich. Gamechanger!

Ich saß auf einem grünen Sessel in der Praxis meiner Coachin und habe mich zum ersten Mal ganz bewusst mit meinen Werten auseinandergesetzt und sie für mich definiert. Laut ausgesprochen. Mal ganz im Ernst: diese Begriff klingen für mich immer ziemlich abstrakt. Freude. Geduld. Wachstum…. Aber hier konnte ich sie endlich mit Bedeutung füllen.

Vier Himmelsrichtungen, vier Werte — und die ehrlichen Geschichten dahinter.
Warum Freiheit für mich eine Entscheidung ist, die ich immer wieder neu treffe. Warum Kreativität kein Hobby ist, sondern ein Denkwerkzeug. Warum Selbstliebe der Wert ist, mit dem ich am längsten gehadert habe — und was mein Körper dazu zu sagen hatte. Und warum Intuition mehr ist als ein Bauchgefühl, das man entweder hat oder nicht.

Ein ehrliches Bild davon, wer ich bin und wie ich arbeite.

Seitdem hängt mein Werte-Kompass an meiner Pinnwand, gut für mich sichtbar. Vier Himmelsrichtungen. Keine davon wichtiger als die andere — sie wirken bestenfalls zusammen. Sie zeigen mir, wohin ich mich ausrichten möchte. In meinem Leben. Und in meiner Arbeit mit dir. Und außerdem zeigen sie mir sofort (ziemlich schmerzhaft), wenn ich mich von mir selbst entferne. Watch out…

Tinas ganz persönlicher Werte-Kompass, auf einem Aquarell-Hintergrund händisch mit schwarzem Fineliner gezeichnet und geschrieben
Mein ganz persönlicher Kompass

Mein „Norden“: Freiheit & Unabhängigkeit

I love learning. Schon immer.

Nicht im Sinne von „ich sammle Zertifikate“. Sondern weil mich die Frage, wie Menschen denken, wachsen und sich verändern, wirklich interessiert. Systemisches Coaching mit Lösungsorientierung, Persönlichkeitsentwicklung, pädagogische Psychologie — ich bilde mich weiter, weil ich es will. Weil es mir Freude macht. Und weil ich glaube: Wer andere in ihrer Entwicklung begleitet, darf bei der eigenen nicht stehen bleiben.

Freiheit bedeutet für mich genau das — selbst zu wählen, wohin ich mich entwickle. Kein vorgegebener Weg, keine Schablone, kein „das macht man so“.

Und dieser Gedanke trägt sich direkt in meine Arbeit: Als Coach begleite ich Frauen, ohne Lehrplan und ohne vorgegebenes Ziel! Jede kommt mit ihrer eigenen Geschichte. Meine Aufgabe ist nicht, ihr zu sagen, wo sie hingehört. Sondern ihr zu helfen, das selbst wieder zu wissen oder herauszufinden.

Freiheit ist kein Zustand, den man einmal erreicht. Sie ist eine Haltung. Eine Entscheidung. Immer wieder neu.

Mein „Süden“: Kreativität & Inspiration

Ich male, solange ich denken kann. Musik begleitet mich seit dem Kindergarten-Alter. Erst nur für mich, später auf der Bühne.

Kreativität ist bei mir keine Freizeitbeschäftigung. Sie ist eine Denkweise — und mein direkter Zugang zu meiner Klarheit. Wenn etwas in mir in Bewegung gerät, eine Idee, eine Erkenntnis, ein Impuls, dann kann ich es im direkten Tun ausdrücken. Im Schreiben, Zeichnen, Gestalten. So wird aus einem vagen Gefühl, das in mir „herumwabert“, etwas wirklich Greifbares.

Genau das passiert auch im Coaching.
Gedanken, die im Kopf kreisen, verlieren ihren Schrecken, sobald sie auf Papier sind. Sichtbar, sortierbar und handhabbar. Meine Klientinnen nehmen die Auflösung ihre Themen am Ende einer Session nicht nur als Erkenntnis mit — sie nehmen sie als Bild mit. Eine Skizze, ein Diagramm, eine visuelle Struktur, die ihnen zeigt: Hier stehe ich. Das ist, was mich bewegt. Das ist, was ich will.

Das ist mein kreativer Anker. Kein Kunstprojekt, sondern ein Werkzeug, das für mich funktioniert und vor allem wirkt.

Mein „Westen“: (Selbst-)Liebe

Dieser Wert ist der, mit dem ich am längsten gehadert habe — und vermutlich der, der generell die größte Wirkung hat. Nicht nur für einen selbst.

Vor ein paar Jahren hat mein Körper entschieden, was mein Kopf noch nicht wahrhaben wollte. Eine Phase der Erschöpfung, die sich schleichend aufgebaut hatte — und irgendwann nicht mehr zu ignorieren war. Und als wäre das nicht Hinweis genug, folgte das gebrochene Bein. Ich glaube nicht an Zufälle. „Dir fällt zu, was fällig ist.“ Beides hat mich an etwas erinnert, was ich eigentlich schon lange weiß – aber was in den Hintergrund geraten ist.

Wie ich mit mir selbst umgehe, schlägt Wellen. An Tagen, wo ich gut mit mir bin, freundlich mit mir selbst spreche, wo ich mir selbst gegenüber fair war, läuft vieles leichter. Gespräche gelingen besser. Ich bin geduldiger, klarer, präsenter. Und an den anderen Tagen — wenn ich mich mal wieder ganz hinten auf der Liste eingetragen habe — merke ich das auch. Ich bin „hart“ zu mir, unempathisch, unbewusst. Und mein Umfeld merkt das auch.

Du siehst, ich bin da selbst noch auf dem Weg. Aber ich bemerke es inzwischen schneller, wenn es in eine „falsche“ Richtung läuft. Und genau das ist der Unterschied — nicht, dass man es immer richtig macht, sondern dass man es öfter und schneller merkt. Erst wenn es bewusst wird, kann man nämlich gegensteuern.

Das ist auch der Rahmen, den ich in meinen Coachings biete: kein Druck, kein Optimierungsprogramm, kein „du musst jetzt aber“. Sondern ein Raum, in dem du wieder anfangen kannst, dich selbst ernst zu nehmen. In deinem Tempo.

„Lieb sein“ (Der Aufkleber klebt an unserem Wohnmobil) – Gilt für uns selbst und für alle um uns herum 😉

Mein „Osten“: Vertrauen & Intuition

Dieser Wert ist der schwierigste, über den man schreiben kann — weil er sich dem rationalen Erklären ein bisschen entzieht. Und trotzdem ist er für mich einer der tragfähigsten.

Es gibt eine Art des Wissens, die schneller ist als der Verstand. Ein inneres Signal, das schon längst eine Antwort hat, während der Kopf noch abwägt und zweifelt. Ich nehme das ernst. Nicht blind, aber bewusst. Und je mehr ich geübt habe, dieser leisen Stimme zu vertrauen, desto klarer ist sie geworden.

Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn das Leben hält genug Lärm bereit, der sie übertönt. Erwartungen, Rollen, Dauerfunktionieren — all das legt sich wie eine Schicht über das, was man eigentlich schon weiß oder innerlich spürt.

Viele Frauen, die zu mir kommen, kennen genau dieses Gefühl. Die Intuition ist nicht weg. Sie ist nur nicht mehr gut zu hören. Und so werden Entscheidungen aus Erschöpfung getroffen, aus Pflichtgefühl, aus dem, was andere erwarten — statt aus dem, was sie selbst wollen.

Meine Arbeit setzt genau dort an. Ich höre auf das, was zwischen den Zeilen da ist — das Unausgesprochene, das noch nicht Benennbare. Und ich begleite dich dabei, deiner eigenen Wahrnehmung wieder zu vertrauen. Die Antworten sind meistens schon da. Sie brauchen nur etwas Stille, Ruhe, Übung, um gehört zu werden.

Was das bedeutet, wenn wir zusammen arbeiten

Vier Himmelsrichtungen. Vier Werte, die ich nicht nur für mich konstruiert habe, sondern an denen ich mich orientiere und nach denen ich meine Entscheidungen, meinen Alltag, mein Leben ausrichten kann.

Das ist auch die Grundlage, auf der ich mit dir arbeite. Klar, strukturiert, auf Augenhöhe. Ohne Blabla, ohne große Gesten, ohne das Gefühl, dass du hier irgendwie „abgeholt“ werden sollst.

Wenn du wissen willst, wie das konkret aussieht, hast du zwei Möglichkeiten.

Erst mal reinschnuppern? Mein Newsletter ist ein guter Anfang. Kein Dauerbeschuss, keine Motivationsparolen. Ehrliche Einblicke in meine Arbeit und meine Gedanken — damit du selbst einschätzen kannst, ob wir eine Wellenlänge haben.

Bereit für mehr? In meinem 6-Wochen-Programm „Bis hierher. Und jetzt anders.“ arbeiten wir unter anderem genau das heraus: deine eigenen Werte, wie du sie für dich definierst und wie du dich im Alltag stabiler daran ausrichten kannst. Damit aus Orientierungslosigkeit eine klare Richtung wird — deine Richtung!

Denn das entscheidest du. Nicht ich.

xo, Tina


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